REISEBERICHTE

Sie haben in den letzten Jahren eine Reise mit Dialysebehandlung unternommen? Lassen Sie uns und auch andere
Dialysepatienten an Ihren Erfahrungen und Eindrücken vom Reiseziel und von der Feriendialyse teilhaben.

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Letzte Aktualisierung: 03.07.2019

Reisebericht Island August 2017

Mit der Bahn zum Flughafen hat wunderbar geklappt.  10:06 Uhr waren wir am Flughafen, nachdem wir herausgefunden hatten von wo die Fluggesellschaft WOW fliegt, fuhren wir mit der Skyline zum Terminal 2.

Dort konnten wir auch den Schalter von WOW aufgrund der auffälligen lila Farbe auch gleich entdecken. An den 6 Schaltern hatten sich bereits lange Schlangen gebildet. Also stellte wir uns auch an – und schon da wurden wir entschleunigt.  Es dauerte und dauerte, als wir dran waren schloss der Mitarbeiter einfach den Schalter und sagte wir müssen auf die anderen Schalter ausweichen. Auch kein Problem.  Zwischenzeitlich war es 11:30 Uhr. Boarding war auf Gate 22 um 11:45 Uhr da der Flug bereits um 12:30 starten sollte. Also weiter zum Gate,  warten – keiner kam – bis dann die Durchsage kam dass wir von Gate 26 aus fliegen. Auf zu, Gate 26 und in den Flieger und alles war gut.

In Reykjavik angekommen gingen wir zur Grey Line Busgesellschaft zeigten unsere Buchung und bekamen unser Ticket. Mit dem Bus ging es dann nach Reykjavik zum Stützpunkt der Busgesellschaft, dort wurden wir auf kleine Transporter verteilt und zu den entsprechenden Hotels gefahren.

Im Hotel Cabin angekommen bekamen wir unseren Zimmerschlüssel. Als wir im Zimmer ankamen konnten wir es zunächst nicht glauben. Ein Zimmer so eng, das kein Schrank und auch keine Ablage für den Koffer rein passten. Um das Bett hatten wir einen Weg von 30cm. Lediglich in einer Ecke war ein Regalgestell  das sowohl Nachttisch als auch 4 Kleiderbügel als Schrankersatz beinhaltete.  In der Dusche war das Waschbecken klein und darüber war eine Ablage angebracht. Wollte man sich waschen stieß man sich den Kopf an der Ablage an, oder man vergoss das Wasser auf den Fußboden.

Darauf sollten Sie die nächsten Reisenden aufmerksam machen, damit sie eine andere Kategorie wählen können.

Wir wollten sofort das Zimmer tauschen, aber es ging nicht weil das Hotel ausgebucht war. Gegen Aufpreis war man dazu bereit, wenn ein Zimmer frei wäre auf dieses umzubuchen. Also packten wir zunächst aus.  Mit der Zeit hatten wir uns dann so eingerichtet dass ein Koffer unter dem Bett verschwand, der andere als Ablage genutzt wurde. So richteten wir immer abends unsere Kleider da wir die Koffer immer auf dem Bett aufmachen mussten. Aber wir haben dann doch nicht umgebucht und die Woche überstanden,

Da wir  keine Informationen hatten wie es am nächsten Tag weitergeht, versuchten wir eine Mappe von DER- Tour oder andere Informationen zu finden. Leider  Fehlanzeige. Also versuchten wir bei der Rezeption des Hotels an diese Informationen zu kommen. Aber man konnte uns zunächst nicht weiterhelfen -  Der Tour war als Reisanbieter  auch nicht bekannt-  wir sollten eine Stunde später nochmal nachfragen.  Da im Restaurant bereits Essen angeboten wurde gingen wir zunächst Essen.

Sehr einfache Küche aber ein schönes Salat- und Obstbüffet ( Trauben, Kiwi, Honigmelonen, Orangen) mit mehreren Soßen.  Und auch einige Antipasti gab es, dazu 2 Suppen die täglich wechselten  (Gemüsesuppe immer, Tomatensuppe, Blumenkohlsuppe,  und andere) dazu ein Hauptgericht. Und das wechselte von morgens auf abends:  Pasta mit Carbonarasoße,  Fleischwurst mit Kartoffeln, Hänchenfleisch mit Champions, und das ging so die ganze Woche. Aber der Preis war unschlagbar für Island 17 Euro mittags, und ab 18:00 Uhr 19 Euro, dazu Cola, Fanta, Wasser, Säfte  und Kaffee frei so viel man wollte.

Auch das Frühstück variierte die ganze Woche nicht. Es gab verschiedenen Brotsorten, Brötchen, Toastbrot und 2 Knäckebrot Sorten.  Orangenscheiben, Gurkenscheiben, Tomatenscheiben, Salamiwurst (angeblich ist die Salami aus Pferdefleisch, mir hat sie trotzdem geschmeckt) und sowas ähnliches wie gekochter Schinken. 2 Käsesorten, 1 Müsli und Cornflakes, Erdbeermarmelade, Orangenmarmelade und Honig. Butter. Porridge mit 3 verschieden Soßen. Kaffee, Milch und Tee sowie 2 Säfte. Das ging so die ganze Woche. Aber es hat geschmeckt und satt sind wir auch geworden.

Nach dem Essen also wieder an die Rezeption. Keine Informationen – also nochmals warten. Mit Nachdruck habe ich darum gebeten den Reiseveranstalter anzurufen. Mit meinem Buchungsheft konnte man nichts anfangen. Da ist einer Kollegin eingefallen das Der Tour keine Vertretung auf Island hat sondern ein Reiseveranstalter (AD???)  dies übernimmt. Dort hat man dann angerufen. Die Dame oder der Herr waren aber unterwegs und versprachen eine Mail mit den Informationen zu schicken.

Also machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt.  Das Hotel Cabin liegt ungefähr 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt. Aber auch eine Buslinie ist fast vor der Tür. Einfache Fahrt 440 Kronen passend, da Fahrer nicht wechselt. Dafür kann man dann 75 Minuten in Reykjavik herumfahren. Da das Meer und dort auch eine schöner Weg über 2 Straßen hinweg zu erreichen war entschieden wir uns für diesen Weg.  Reykjavik  ist eine Interessante Stadt mit vielen schönen Bauwerken.

Nach unserer Rückkehr war die lang ersehnte Information  für die ganze Woche da. Lustig fanden wir, dass darauf die Information war das wir am Flughafen von einem Airport Express abgeholt werden und auf Personen in Orangenen Jacken Ausschau halten sollten. Dies Infos sollte man vor dem Abflug haben – oder habt Ihr die auch nicht gehabt und uns auf Grey Line umgebucht. Auch die Fahrt zum Flughafen sollte durch diesen Airport  Express durchgeführt werden, und tatsächlich hat man uns mitten in der Nacht zum Sonntag angerufen weil wir angeblich abgeholt werden. Da wir das Ticket von Grey Line hatten haben wir das abgelehnt und weitergeschlafen da wir erst am Montagmorgen fliegen wollten. Aber jetzt konnte der Urlaub beginnen

Wir hatten Glück unsere Gruppen waren sehr klein so dass wir mit Bussen, Firma Sterna,  zwischen 20 und 12 Leuten unterwegs waren. Unsere Reiseleiter Klaus, Eva und ….? ( bei  diesem Ausflug war ich nicht dabei, ein deutsch sprechender Isländer) waren aus Deutschland. Alle waren so wie man sich einen Reiseleiter vorstellt. Informativ, wussten viele Geschichten zu erzählen hatten immer ein offenes Ohr für Fragen und zeigten uns auch schöne Ecken außerplanmäßig unserer Routen. Hier war man gut aufgehoben.

Ja und die Isländische Landschaft, die Ausflugziele waren einfach super. Wir genossen die Zeit sehr das zu beschreiben würde zu viel Zeit kosten.

Mit der Dialyse im Krankenhaus in Reykjavik war ich auch sehr zufrieden. Keine deutsch sprechenden Mitarbeiter  aber in Englisch kann man sich fast mit jedem Isländer Unterhalten. Lief alles Problemlos. Es gibt in Island nur 3 Dialysestationen aber nur in Reykjavik  werden Gastdialysen durchgeführt die anderen 2 Station sind zu klein.

Wir hatten noch die Blaue Lagune dazu gebucht. Die muss man besuchen ist einfach wunderbar in einem 38/39Grad warmen Wasser zu schwimmen ein absoluter Höhepunkt der Reise. Aber hier ein Tipp „ die zusätzliche Übernachtung kann man sich sparen wenn man einen Späteren Flug nimmt und die muss es ja geben weil es einige Reisenden gemacht haben“.  Statt morgens um 6 Uhr zu fliegen, geht man mit dem Gepäck zur Blauen Lagune, dort gibt es eine bewachte Gepäckannahme in der man seine Koffer lassen kann. Da man in der Lagune keine eigenen Schampons oder Duschmittel verwenden darf, benötigt man nur etwas Creme und evtl. Schminkmittel. Handtücher und Bademäntel kann man natürlich gegen Aufpreis oder im Paket auch gleich mitbuchen. Wenn man dann genug gebadet hat, kann man sein Gepäck holen und mit dem nächsten Bus zum Flughafen fahren. So spart man sich eine Übernachtung und hat doch alles gesehen was wirklich wichtig ist.

Ich könnte noch Seitenlang über die Ausflüge und Sehenswürdigkeiten schwärmen aber das würde den Rahmen sprengen.

Das wäre mein Kurzbericht und dann bis zum nächsten Jahr mit einem neuen Ziel – dann wieder in die Wärme.

Viele Grüße und Danke für die hervorragende Arbeit