REISEBERICHTE

Sie haben in den letzten Jahren eine Reise mit Dialysebehandlung unternommen? Lassen Sie uns und auch andere
Dialysepatienten an Ihren Erfahrungen und Eindrücken vom Reiseziel und von der Feriendialyse teilhaben.

Bitte senden Sie uns Ihre Berichte per E-Mail, wir werden sie unter dieser Rubrik wenige Tage später einstellen.Jeder
von Ihnen eingesendete Reisebericht wird mit einem Reisegutschein von 30,00 € belohnt, der bei der nächsten
Reise angerechnet werden wird.

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Letzte Aktualisierung: 03.07.2019

Reisebericht Ras Al-Khaimah

Wir waren Mitte April in Ras Al-Khaimah, d.h. die Hauptsaison war schon vorbei und die große Hitze beginnt dann im Mai/Juni. Jetzt war die Lufttemperatur bei max. 35° und das Wasser im Golf war angenehme 30° Celsius warm. Wir wohnten im Stadthotel Hilton Garden Inn, ein direkt am Creek gelegenes sehr ruhiges, nicht ganz so großes ****Hotel (6 Stockwerke) mit vorzüglichem Service. Große Zimmer mit sehr guten Betten,  ausgezeichnetes Frühstücksbuffet. Wir hatten nur mit Frühstück gebucht, denn gleich neben dem Hotel ist eine kleine Mall, die fußläufig über die Uferpromenade am Creek in wenigen Minuten erreichbar ist. Dort befinden sich einige nette Lokale (u.a. arabisch und indisch), in denen man sehr gut und günstig speisen kann, auch draußen auf der Terrasse am Creek. Wer die doch recht teuren Hotel-Preise für Wasser etc. scheut kann leicht einen kleinen Supermarkt erreichen unten im RAK-Gas-Gebäude, nicht zu übersehen schräg links vom Haupteingang des Hotels aus, nur wenige hundert Meter entfernt und ohne eine der vielbefahrenen Straßen überqueren zu müssen.

Am Hotel-Pool immer reichlich Platz, vielleicht aber auch saisonbedingt. Mehrmals täglich kostenloser Shuttlebus zum Beachclub im Partnerhotel mit einem schönen,  großen Strand, und auch dort immer ausreichend Liegen im Schatten. Die vielen Familien mit kleineren Kindern ziehen offenbar die dort sehr großzügige Poollandschaft vor, obwohl der Strand auch sehr gut für Kinder geeignet ist. Wem die Zeiten des Bustransfers nicht passen, der kann auch für wenig Geld mit dem Taxi fahren (pro Fahrt ca. EUR 2,20). Für Interessierte lohnt sich ein Besuch des Nationalmuseums im ehemaligen Fort, klein aber fein wird dort das schwere Leben der Emiratis vor dem Ölreichtum dargestellt. Auch hier mit dem Taxi hinfahren. Die Altstadt mit dem alten Markt lohnt aber eigentlich keinen Besuch.

Ein Hinweis: Wem die Glitzerwelt in riesigen Malls und die Hochhausarchitektur Dubais wichtig ist, der sollte direkt dort Urlaub machen und ist in Ras Al-Khaimah eigentlich nicht richtig aufgehoben. Die Malls sind etwas bescheiden und nicht mit denen in Dubai vergleichbar, und zwischen den bebauten Flächen ist noch reichlich Brachland vorhanden. Hier zählt die pure Erholung und es gibt keinerlei Hektik, aber man kann natürlich auch einen Tagesausflug nach Dubai machen (ca. 1-1,5 Stunden Transfer) oder eine Wüsten-Safari, wenn man unbedingt mit dem Jeep die Sand-Dünen hoch und runter brettern will mit anschließendem Barbecue.  Das karge Hajar-Gebirge ist bis auf eine gut ausgebaute Straße zum Jebel Jais nicht erschlossen, so dass Wandern in kühleren Regionen nicht möglich ist. Ein Abstecher in ein Naturschutzgebiet im benachbarten Sultanat Oman ist möglich, wenn auch aufwändig wegen der langen Anfahrt.

Zur Dialyse:

Die Dialyse im RAK-Hospital klappte hervorragend. Kostenloser und verlässlicher Transfer, vom Hilton Garden ca. 15 Minuten. Für die Betreuung der internationalen Patienten ist eigens ein Koordinator zuständig, der vor Ort auch von sich aus Kontakt aufnimmt und alles regelt. Alle vorab getroffenen Absprachen zu den Dialysezeiten und zur Abholung wurden eingehalten. Sehr gut geschultes Dialyse-Personal, perfekte Punktion, Fresenius 4008S-Maschine, Unterbringung im Einzelzimmer. Die ärztliche Betreuung war knapp und kurz, aber wer Probleme hat unternimmt solche Reisen sowieso nicht. Im Notfall steht die sehr gut ausgestattete Klinik zur Verfügung. Umgehende Bezahlung nach jeder Dialyse mit Kreditkarte (Stand 4-2018: AED 1.500).

Gute Kommunikation auf Englisch. Bei sprachlichen Problemen und bei Bedarf steht notfalls auch der deutschsprachige Leiter der Klinik zur Verfügung, ein Schweizer, der sich bei der ersten Dialyse persönlich bei mir vorstellte. Aber einigermaßen Englischkenntnisse setze ich bei Reisenden in diese Region ohnehin voraus, die sind auch im Alltag und im Hotel unerlässlich.